Ich teste ein Wandbild von Saal Digital

Über Instagram bin ich vor Kurzem auf die Saal Digital Bloggeraktion aufmerksam geworden, die es Bloggern oder Instagramern ermöglicht, ein Saal Digital Produkt (fast) kostenlos zu bestellen und zu testen und ein kleines Urteil zu schreiben. So, here I am :-)

Saal Digital ist ein Anbieter für professionelle Fotoprodukte in High-End-Qualität. Da ich sowieso in meinem Job Essen und Sport teste und darüber schreibe und mir schon lange mal wieder ein Wandbild besorgen wollte, das nicht aus der Massenproduktion stammt (ich bin gegen Massenwandbildhaltung), habe ich mich also für diesen Test „beworben“ und auch rasch eine Antwort vom Saal Digital Team erhalten. Mir wurde dann freundlicherweise ein Gutschein zugeschickt, mit dem ich mir ein Fotoprodukt über die Webseite bestellen konnte.

Mir wurde Saal Digital vor ungefähr drei Jahren von einem Bekannten empfohlen. Damals stand ich kurz vor meiner ersten eigenen Ausstellung und suchte dringend einen wirklich guten Fotoservice, der mir meine Fotos im 60 x 40 Format in kurzer Zeit und zu fairen Preisen ausspuckt. Nachdem ein anderer Anbieter eher schlechte Wandbilder (zu dunkel, zu hell, falsche Farben) geschickt hatte, habe ich bei Saal Digital nach dieser Empfehlung also noch einen Bestellversuch gewagt und war mit dem Ergebnis dann sehr zufrieden. Daher war mir der Fotoservice und der Bestellvorgang bereits bekannt.

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„The Sleeper“

Für diesen Test habe ich mich für ein Ausstellungsbild entschieden. In meiner sehr kreativen Zeit als Landschaftsfotografin entstand „The Sleeper“, ein Bild aus vielen Bildern. Eine Traumwelt aus Wolken, Wasser, Bergen und einer einsamen Jolle. Einerseits düster durch die dichte Wolkendecke, die tief und bedrohlich über dem Boot hängt. Andererseits finde ich die Szenerie so utopisch, das man sich gedanklich ab und zu dahin wünscht, um einfach „woanders“ zu sein. Das ist ja sowieso die Absicht meiner Fotos, das gedankliche Abschalten oder die Zuflucht in Fantasiewelten (siehe auch „Erinnerung an das Loslassen„).

Für diesen Test entschied ich mich für das Alu-Dibond Butlerfinish® Wandbild im 60 x 40 Format. Das Material besteht laut Webseite aus einer Aluminiumverbundplatte, die drei Millimeter stark ist. Die Aluminiumoberfläche ist gebürstet, wodurch die Bildoberfläche letztendlich rau wirkt. Durch das spezielle Material sollen helle Bildanteile besonders effektvoll hervorstechen, da diese gar nicht gedruckt werden und dann der helle Aluminiumanteil durchscheint. Der UV-Direktdruck soll licht-, farb- und wasserbeständig sein. Das bedeutet, dass man diese Wandbilder auch ins Bad hängen könnte. Das klang alles sehr vielversprechend und verlockend.

Für die Bestellung kann man sich die kostenlose Saal Design Software herunterladen. In dieser Desktopanwendung, die nicht webseitengebunden ist, kann man Artikelart, Formate, Preise, usw. auswählen und seine Fotos später uploaden, speichern und bearbeiten. Ich muss zugeben, dass ich den Look dieser Software im Bearbeitungsteil extrem unattraktiv finde und auch irgendwie unübersichtlich im ersten Moment. Die Buttons sehen aus wie aus dem letzten Jahrhundert, aber sie erfüllen ihren Zweck. Bei mir ist die Software auch noch nie abgestürzt, so dass die Bestellung relativ schnell vonstatten ging. Wer keine Lust auf extra Software hat, kann seine Bestellung auch über die Webseite aufgeben.

Für mein Alu-Dibond Butlerfinish® Wandbild habe ich wegen der Versandkosten und der Bildgröße noch etwas zuzahlen müssen. So hat das Ganze mit Verpackung und Versand insgesamt 63,85 € gekostet. Mit dem Gutschein trotzdem ein Schnäppchen. Die Bearbeitungszeit dauerte zwei Tage und der Versand mit DHL nur einen Tag. Ich war schon etwas aufgeregt und nervös, ob sich das Ganze auch gelohnt hat. Immerhin soll man es ja noch beurteilen. Also habe ich wie eine Wahnsinnige das Paket aufgerissen und nach zehn Minuten war dann auch der riesige Haufen Klarsichtfolie vom Bild entfernt. Der Moment der Wahrheit…

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Alu-Dibond Butlerfinish®, extra dunkel fotografiert, damit man den Glanz sieht

Aus irgendeinem Grund war ich zuerst nicht so begeistert vom Ergebnis. Zunächst fand ich den Druck zu dunkel. Und irgendwie unscharf. Und die Farben so komisch. Und das Format doch zu klein. Und das Motiv erst…Das Bild kam erstmal in den Flur, dort konnte ich es immer sehen, egal in welchen Raum ich wollte. So habe ich im Vorbeigehen meine Meinung so lange geändert, bis es irgendwann aufgehängt werden konnte. Die Farben stimmen nämlich. Das Boot ist scharf, der Rest ist nicht so scharf wie auf dem Original oben. Allerdings sind die Wolken, die einen Großteil des Bildes einnehmen, grundsätzlich nicht gestochen scharf. Wäre der Druck heller, würde die Atmosphäre des Bildes nicht stimmen. Und die Größe war mir ja vorher bekannt.

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The Sleeper auf Alu-Dibond Butlerfinish®

Das Interessante an dem Bild sind tatsächlich die hellen Anteile, die hier vor allem durch die Wolken oberhalb und unterhalb der Jolle ausgemacht werden. Ich habe versucht, diese Eigenschaft mit der Kamera einzufangen. Das Auge sieht es aber besser. Wie bereits erwähnt, wird Helles beim Alu-Dibond nicht gedruckt, sondern weggelassen und die Aluminiumfläche schimmert dann durch. Das gibt dem Motiv einen extrem schönen 3D-Effekt und verstärkt, wie ich finde, die Wirkung der ganzen Szene. „The Sleeper“ sieht jetzt ziemlich magisch aus. Durch den Alu-Glanz leuchtet das Bild nämlich und wirkt fast „lebendig“. Das Bildarrangement ist ja so gewählt, dass die Wolken vom Himmel ins Meer rieseln. Durch den Glanz wird dieser Eindruck sehr effektiv verstärkt. Abends, bei Kunstlicht, gefällt das Bild sogar noch mehr, weil es dann aus verschiedenen Richtungen beleuchtet wird. Je nachdem welche Lampe gerade brennt, leuchtet dann entweder das Meer oder der Himmel oder beides verstärkt. Das konnte ich aber auch erst erkennen, nachdem das Bild an der Wand hing. Für die Aufhängung habe ich die Standardaufhängung gewählt, die aus zwei aufklebbaren Metallplatten mit Einschubleiste für Wandnägel besteht. So konnte ich das Bild recht schnell anbringen. Es hat mich nämlich nur fünf Versuche gekostet, das Bild ohne Wasserwaage gerade an die Wand zu nageln ;)

Ich bin also – Ende gut, alles gut – doch sehr begeistert vom Ergebnis, trotz der Unschärfe gegenüber dem Original. Nach anfänglicher Skepsis, haben mir letztendlich die wechselden Lichtverhältnisse auf die Sprünge geholfen, das Bild zu mögen. Ich liebe es jetzt und würde es  wieder so bestellen, auch wenn es recht teuer ist. Bei Schwarzweißbildern lohnt sich diese Verarbeitungsart sicherlich auch. Das werde ich später mal testen :-)

Vielen Dank an Saal Digital für diese Kooperation und die Möglichkeit des Testens.

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